REZI*BABBEL
Frankfurter Mundart-Rezitations-Theater

» Programme

» Lass uns babbele…

Mario GesiarzSolo-Programm rund um unsere Mundart
Frankfurter und Frankfurterinnen reden nicht gern – umso lieber „babbele se“, am liebsten „frei von de Lebber weg.“ Dazu lädt dieses Programm ein. Es gibt einen Einblick in die Seele Frankfurts, seiner Bewohnerinnen und Bewohner und deren, natürlich nur positiven, Eigenschaften: Wie se babbele, was se esse unn trinke, wie se feiern unn liebe, was dadraus entstehe kann unn was se sonst noch all so treibe duhe.

Es ist eine Wiederentdeckung für alle, die mit unserer Mundart groß geworden sind, sie im Alltag aber zunehmend vermissen. Gleichzeitig für Eigeplackte, Zugeraaste unn Hiergebliebene eine kleine Einführung in den Dialekt unserer Region.

» Kooscher hie un kooscher her

Mario und Viktor GesiarzStoltze-Texte und Klezmer-Lieder. Mit Mario und Viktor Gesiarz.
Friedrich Stoltze (1816-1891) und seine jüdischen Nachbarn in Frankfurt stehen im Mittelpunkt dieses Programms. Zu hören sind witzige und skuriele, zutiefst menschliche Anekdoten aus dem jüdischen Milieu Frankfurts, aber auch engagierte satirische Texte Stoltzes gegen den aufkeimenden Antisemitismus in den 1880er Jahren.

In Frankfurt gab es im 19. Jahrhundert eine bedeutende jüdische Gemeinde. Durch Stoltze ist ein Stück davon in all seinen Facetten lebendig geblieben. Auch Ludwig Börne, Heinrich Heine und Meyer Amschel Rothschild spielen in dem Programm eine Rolle. Viktor Gesiarz spielt dazu Klezmer-Lieder auf dem Knopfakkordeon.

» Stoltze meets the blues

Mario Gesiarz, Rainer WeisbeckerAlt-Frankfurt trifft Mainhattan.
Ein echt frankfurterisches Kleinkunstprogramm. Mario Gesiarz und Rainer Weisbecker treten den Beweis an, dass Frankfurter Mundart schon immer mehr war als Bembelseligkeit und Ebbelwoischwoof. Von melancholisch über nachdenklich bis deftig lustig ist in diesem ungewöhnlichen Programm alles enthalten.

Rainer Weisbecker liefert den zeitgenössischen Teil des Programms: Seine Liedtexte in Frankfurter Mundart spiegeln zum einen persönlich-biografische, aber auch heimatliche Alltagserlebnisse wider.

Mario Gesiarz skizziert mit seinen Rezitationen Leben und Werk von Friedrich Stoltze. Dabei kommt auch die weithin unbekannte Seite, der politische Satiriker zum Vorschein. Aber auch seine bekannten Werke (Gedallje, Verrzeh Töchter, Blutblas’) sind mit dabei.

» Heiteres Frankfurt

Mario Gesiarz, Rainer WeisbeckerHerr Hampelmann erklärt Frankfurt.
Fabian Sebastian Hampelmann (Mario Gesiarz) trifft auf dem Römerberg den Musikus Rainer (Rainer Weisbecker). Beide begeben sich auf eine musikalisch-literarische Reise ins alte Frankfurt.

Dabei unterhalten sie sich über Eigenarten und Schönheit der Frankfurter Mundart, geraten in ein Liebesdrama mitten im Hochwasser des Mains, belauschen einige Schulklassen und landen schließlich in Sachsenhausen. Liedern zum Mitsingen (Böse Buwelied; Klaa Häusje am Maa; Fraa Rauscher) und Texten zum Wiederentdecken (Blutblas; Ständche in de Säubitt; Verrzeh Döchter) entführen mitten hinein in die Frankfurter Seele. Ein unterhaltsames Programm für viele Gelegenheiten, Dauer ca, 2 x 40 Minuten.

» Bären-Schorsch und Schlossgeist Gudula

Bären-Schorsch und GudulaKostümführung durch Frankfurt-Höchst
Seit 2008 gibt es die außerordentlich erfolgreiche Kostümführung mit Schorsch dem Bärenwirt (Mario Gesiarz) und Gudula, dem Höchster Schlossgeist (Silke Wustmann). Über 7.000 Menschen waren bei den bisher 42 Terminen (Stand 1/2014) dabei.

„Die zwei sind die neuen Ortsheiligen“, schwärmte 2011 ein einheimischer Besucher. Nun, ganz so weit sind die beiden noch nicht, aber Kultstatus haben sie inzwischen. An neun Stationen erzählt Bären-Schorsch über all die aus seiner Sicht wichtigen Dinge, vor allem die urigen Kneipen im alten Höchst. Doch Gudula, geboren in einer feinen Familie, gefällt das gar nicht. Sie will Kultur in die Führung bringen, verheddert sich aber in ihren zahlreichen Liebschaften die sie inzwischen im alten Höchst „gesammelt“ hat. Tragisch für Gudula, aber höchst unterhaltsam für die Besucher. Denn so bleibt reichlich Stoff für die zwei Protagonisten, um sich unterhaltsam rund 90 Minuten lang streitend durch das wunderschöne Höchst zu bewegen.

» Weitere Programme:

» Die Lieb is e verdeiwelt Ding. Liebe, Blues un Herzgebobbel.

Es geht um die Höhen und Tiefen der Liebe. Wie ewig jung dieses Thema ist, beweist der zeitgenössische Mundart-Blues, gesungen von Rainer Weisbecker, genauso wie die von Mundart-Rezitator Mario Gesiarz vorgetragenen Texte aus dem 19. Jahrhundert. Friedrich und Adolf Stoltze kommen genauso vor wie Karl Ettlinger, Franziska Zilcher-Oppel, Georg-Wilhelm Pfeiffer, E. H. A. Hallenstein und Max-Leopold Langenschwarz.

» Unn sie brennt doch. Stoltzes satirische Zeitung „Frankfurter Latern“

Am 3. November 1860 erschien die erste Ausgabe von Friedrich Stoltzes „Frankfurter Latern“. Ein politisch-satirisches Wochenblatt und ein starkes Stück demokratischer Geschichte. Immer wieder bezog Stoltze mit klaren Worten in der „Frankfurter Latern“ Stellung: Gegen Pressezensur, Antisemitismus, Sozialistengesetze, er legte sich mit Bismarck und manchen Provinzfürsten an und griff viele Alltagsthemen auf.

Friedrich Stoltze, heute in erster Linie als Mundartdichter wahrgenommen, war ein hervorragender, phantasievoller Satiriker mit viel Wortwitz, dessen Werke immer wieder verblüffende Aktualität ausstrahlen.

» Adolf Stoltze. Wie de Vadder, so de Sohn.

Leben und Werk des ältesten Sohnes von Friedrich Stoltze wird vorgestellt. Man erfährt einiges über seine Vaterstadt Frankfurt, seine Familie, seine vielen Theaterstücke und was er mit der Frankfurter Eintracht (!) zu tun hatte. Sein 90. Geburtstag 1932 war in Frankfurt ein Großereignis, dem hochbetagten Dichter (1842-1933) lag ganz Frankfurt zu Füßen.

» Karl „Karlchen“ Ettlinger. Hommage an einen „alde Frankforder“

Karl Ettlinger ist nach Friedrich Stoltze der bedeutendste Frankfurter Mundartdichter. 1882 in Frankfurt geboren, war er Schriftsteller, Journalist und Humorist. Er war von 1902 bis 1927 Redakteur der Münchner Wochenschrift „Jugend“, veröffentlichte als „Karlchen“ rund 40 Bücher, schrieb für fast alle deutschsprachigen Zeitschriften und entdeckte schon früh das Radio für sich. Als Jude erhielt er 1933 Schreibverbot, 1939 starb er kurz vor einer geplanten Emigration.

Rainer Weisbecker, Mundartdichter und Liedermacher, hat elf heitere Gedichte von Ettlinger gefühlvoll vertont und arrangiert. Ein liebevolles, heiteres Portrait, das auch die Widersprüche und Brüche im Leben des Frankfurter Schriftstellers einschließt. Ein Stück Frankfurter und deutsche Geschichte zugleich. Liegt auch als CD vor.

» Advent. Dausend Lichtscher, dausend Kerzjer

Heiter-literarische Texte rund um die Adventzeit hat Mundartrezitator Mario Gesiarz für dieses Programm zusammengestellt. Es gibt kulinarische Betrachtungen, einen Gang über den Weihnachtsmarkt, Bemerkungen über das Wetter an Weihnachten und viel Heiteres zur Vorweihnachtszeit, von Friedrich Stoltze, Karl Ettlinger, Mario Gesiarz u. v. a.

» Vivat Fassenacht. Fastnachts- und Aschermittwochsprogramm

In seiner „Krebbelzeitung“ veröffentlichte Friedrich Stoltze ab 1852 die lustigsten und witzigsten Gedichte und Geschichtchen. Neben dem Witz kam auch die Satire nicht zu kurz, wie das halt so sein soll an Fassenacht. So macht er sich nicht nur über Politiker in Stadt und Land, sondern auch über die Fassenachter gründlich lustig.
Ein witziges Programm, geeignet für die Zeit vom Elftenelften bis Aschermittwoch.

Aktualisierung: 20.03.2014